"THE PRISONERS DILEMMA MODEL +- STAGED"

Performance für eine Theaterbühne ca. 50 Minuten 2015

in Kooperation mit David Kerman

Ich baute mir eine Fallhöhe. In meiner künstlerischen Tätigkeit bewege ich mich seit längerem an den Schnittstellen zwischen Bildender Kunst, Video und Performance/Bühnenkunst unter Einbezug von Elementen aus die Populärkultur. Insbesondere die Popmusik und ihre signifikanten Showeffekte, also die Verführungstechniken der Unterhaltungsindustrie, inspirieren mich immer wieder. Das Theater als diskursiver künstlerischer Ort, an welchem gesellschaftlich relevante Fragen in Gegenwart und unter Einbezug des Publikums intensiv verhandelt werden, interessiert mich seit längerem. Ich nutzte mein Masterprojekt, um mehr zu erfahren über Theatertechniken, Dramaturgie und Inszenierung, Konventionen, über künstlerische Authentizität und die vereinbarte Illusion. Während des Transdisziplinaritätsstudiums bin ich einem Forschungswerkzeug aus der Theoretischen Biologie begegnet: dem „Prisoners Dilemma Model“, das für die Kooperationsforschung entwickelt wurde. Ich habe die Wissenschaftler, die mit diesem Modell arbeiten, befragt, um mehr über diese Form von Erkenntnisgewinn zu erfahren. Diese radikal vereinfachte und nüchterne Berechnung von hochkomplexen Vorgängen hat mich provoziert. Die Frage wie, respektive ob, und falls nicht, weshalb Kooperation in unserer Gesellschaft funktioniert, ist allgegenwärtig und mächtig. Nichtsdestotrotz setzte ich mich dieser Frage aus und entwickelte u.a. mithilfe von verschiedenen Gesprächen mit Theaterexpert_innen (Patricia Nocon, Marcel Schwald und Hannah Hurtzig) und in Zusammenarbeit mit dem Musiker David Kerman eine Performance für die Theaterbühne. Der Raster des Modells diente mir als Aktgeber. Ein Experiment.

Aufzeichnung der Aufführungen vom 29. und 30. April 2015 Gessnerallee Zürich

SHORT VERSION: ca. 13 Minuten

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